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Reiseberichte aus Afrika

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16. März 2014: Richards River Camp: Liebesspiele im Busch, Löwen bei Vollmond und eine gelbe Taube

Schon gleich bei der Ankunft in Richard´s River Camp denke ich:  Was ein wundervoller Ort. Das grosse, nach allen Seiten offene Messtent liegt am Fluss, links und rechts davon reihen sich die acht Zelte entlang des kleinen Flusslaufs, alle ein gutes Stück weit entfernt voneinander, aber auch nicht zu weit. Im Messtent stehSafari in Richards River Camp Keniaen sehr bequeme, schicke helle Polstermöbel, hier begrüsst uns der junge Manager mit dem ungewöhnlichen Namen Thor  in entspannter Stimmung. Auch das Wetter macht gute Laune; die Sonne scheint so, als hätte es nie Regen gegeben. Thor erklärt uns was in seinem Safaricamp angeboten wird: Pirschfahrten im Landrover, die sind offen, haben 3 durchgehende Sitzbänke und ein Dach, was auf Wunsch abgemacht wird.  Die Gamedrives finden in der Mara North statt, es gibt auch kleine Wanderungen entlang des Flusses oder grössere im Buschland. Er führt uns zu unserem Zelt, was das letzte ist in der Reihe, das Zelt bekommen normalerweise Honeymooner. Alle anderen Zelte sind fertig gemacht und geöffnet, ich staune: So schön eingerichtete Zelte hab ich selten gesehen und jedes ist etwas anders möbliert.  Das Bad ist komplett draussen, aber unterm Dach, und im Bad gibt es auch einen  Kerzenleuchter. Die Stromversorgung ist solar, aber es kann ein Föhn geliehen und benutzt werden, das ist neuste Technik. Da keine Affen in der Nähe sind, stehen die Zelte den ganzen Tag komplett offen, was uns  gut gefällt, das ständige auf- und Zumachen entfällt. Allerdings:  Hier muss man auch darauf gefasst sein, das sich kleines Getier im Zelt aufhalten könnte, war aber nicht der Fall. Uns stört das nicht,  wir sind so oft im Busch gewesen und haben da keine Ängste mehr. Vor dem Zelt gibt es einen Schwingsessel der im Baum hängt, da sitze ich nach dem Duschen und genieße. Richards River Camp: ein neuer Lieblingsplatz in der Mara. Das Mittagessen ist sehr gut und Thor bespricht mit uns den Nachmittag. Er schlägt vor, das wir eine kurze Wanderung machen am Fluss und dann fahren. So machen wir es. Thor wirkt trotz seiner Jugend sehr kompetent, er ist aus einer  Einwandererfamilie die schon seid Generationen in Kenia ist. Zusammen mit seiner Freundin Alicia, die zum Einkaufen in Nairobi ist, managt er das neue CamRichards River Camp Masai Mara Keniap. Wir schauen uns noch die anderen Zelte an, auch die 2 Familienzelte für 4 bis 5 Personen. Ich bin absolut hingerissen, die Ausstattung ist einfach wunderschön, das bricht bei mir der Inneneinrichter wieder durch.  Nach der obligatorischen Teatime machen wir uns direkt von hier auf den Weg.  Thor und 2 Masaiguides begleiten uns, das erste Ziel ist der Hyänenbau. Kaum sind wir da sucht auch schon eine Hyäne das Weite und der Geruch ist wahrhaft atemberaubend. Eine  Höhle dient den Hyänen als Zuhause und die Felsen am  Eingang haben sie eifrig markiert, damit sie auch ja keiner stört bei ihren Hyänen-Geschäften.  Ich mache das bestimmt nicht, gerne gehen wir schnell weiter. Nach dem olfaktorischen Overkill brauche ich frische Luft.  Die Luft ist warm, die Sonne knallt vom blauen Himmel, das Gras ist so grün und die Akazienblüten duften so süss. Das ist Afrika:Ein Paradies.  Das kommen wir zu den Flusspferden, wir stehen weit oben über dem Pool,  in dem sie sich aufhalten, ab und zu taucht mal eins auf und prustet, denen gehts auch gut. Dann gehen wir zum Auto und fahren ein Stück. Die kleine Migration ist auch hier, die vielen Gnus mit ihren Jungen sind überall.  Etwas ganz Neues ist die gelbe Taube (Treron Calva) die man uns zeigt, die hab ich noch nie gesehen und sie ist eigentlich grün und so gut getarnt.   Die Guides wollen uns natürlich die Löwen zeigen und das machen Sie auch: Zuerst sind es 2 Löwinnen und dann ein Löwenmann, der Arme humpelt. Verletzung kann man aber keine erkennen.  Bald sind die Löwen ganz nah bei uns und eauf Safari in der Masai Maras zeigt sich das die Löwinnen auf der Pirsch sind, aber nicht nach Futter.  Beide Löwen-Mädchen umgarnen den Löwenmann, wie es nur Katzen können: Da wird geschnurrt und und sich gerieben, das Hinterteil in die Luft gestreckt und sich vor den Kater geworfen. Er kann nicht anders und tut ihr den Gefallen, unter lautem Gefauche von beiden Seiten wird der kurze Akt vollbracht, ein zarter Biss in den Nacken beendet das Spiel. Die Löwin rollt sich wohlig im Gras, doch der Kater sieht eher müde aus.  Die zweite Löwin muss etwas warten, obwohl sie sich auch anbietet.   Auch wir warten und die Löwen kommen immer näher, zum Schluss sind sie direkt vor dem Auto. Es dämmert schon, doch der Vollmond steht hell am Himmel, und die Stimmen aus dem Busch ändern sich.  Eine Stimmung wie sie es nur in Afrika gibt, absolute Gänsehaut.  Wir fahren langsam zurück, der Löwenmann mit seinem kleinen Harem ruht sich aus.  Dann erleben wir eine  Szene wie aus einem Traum von Afrika: Es kommen im sanften Schein des Vollmonds sieben geschmeidige Löwinnen lautlos den Berg herunter, die sind eindeutig auf der Jagd: Die Körpersprache ist klar, sie laufen zielgerichtet und koordiniert auf einen uns unbekannten Ort zu, wo ihr vermeidliches Opfer wohl noch sorglos grast, ohne zu wissen was ihm  bevorsteht: Ein schneller Tod.  Löwen müssen meist mehrere Versuche machen, bis sieLöwe Masai Mara bei der Jagd  erfolgreich sind und können deshalb nicht bei der Hitze des Tages jagen. Für uns im Auto haben sie nur einen kurzen Blick übrig, für die übliche katzentypische Neugierde ist keine Zeit.  Im Camp werden wir von 100 Lampen empfangen die die Wege beleuchten und einem Sundowner nach Wunsch,  doch schade, Champagner gibt es hier nicht inklusive. Ich scherze mit Thor, das sollten sie doch hier auch einführen, was ihn kurz in Verlegenheit bringt.  Beim Essen im Messtent, der Vollmond leuchtet zu den ganzen Kerzen und Lampen,  dauert es nicht lange da rufen die Löwen, sie sind ganz nah. Das wiederholt sich alle 10 Minuten, ich frage Thor wo er den Lautsprecher versteckt hat. Nein, hier ist alles echt und ich würde mich nicht wundern, wenn gleich ein paar Löwinnen mitten durchs Messtent laufen würden.  Leider tun sie es nicht. Die Hyänen sind auch in der Nähe zu hören, wie immer wenn die Löwen jagen. Ach ja, das Essen ist sehr gut und auch eine gute Auswahl, obwohl wir die einzigen Gäste waren, 3 Gänge, alles frisch und lecker. Richards River Camp und der heutige Tag, das war ein guter Abschluss unserer Masai Mara Rundreise. Schade, das sie schon  zu Ende ist. Wir sitzen noch vor unserem Zelt und genießen die einmalige und romantische Stimmung mit dem Vollmond und den Löwen, deren rauhe Rufe uns auch in der Nacht noch begleiten. Afrika singt uns ein Schlaflied, wie wir das lieben..

17. März 2014:  Abschied von der Mara und den Löwen
Wir sind früh wach, aber die Nacht war schön und tief der Schlaf, trotz oder wegen der Tierstimmen. Auch die Flusspferde waren unterwegs. Nach dem Frühstück packen wir und verabschieden uns.  Die Guides bringen uns mit Pirschfahrt zum kleinen Flugplatz, die Gnus mit ihrem Kindern und Zebras sind überall.  Wir danken den Guides und sind traurig abzureisen. Ich denke an den jungen, einäugigen Löwen, an das von Douglas schon abgeschriebene, doch von mir mit positiven Wünschen bedachte einzige Löwenkind und hoffe, das die tapferen Löwinnen  viel Jagderfolg haben werden, damit sie ihre Jungen durchbringen, auch wenn die Jagd hart und erbarmungslos ist und Opfer fordert. Heute Abend werden sie wieder im Schein des Vollmonds ihr Jagdglück versuchen, für mich sind sie Lichtgestalten die durch die Savanne streifen, immer darauf bedacht ihre Welpen und ihr Rudel zu versorgen, bis zum nächsten Tag der neue Anstrengungen von ihnen fordern wird. Die Löwinnen sind die wahren Heldinnen des Buschs. 

Fazit  Richards River Camp: Ganz, ganz toll
wenn man es wirklich Bushy mag und mit Stil. Hier gab es absolut nichts zu bemängeln, doch das erwartet man in der Preisklasse. Familien auf Safari sind auch gut versorgt hier, die Familienzelte sind riesig und wunderschön. Essen und Service, sowie die Guides:  Perfekt. Entspannte, kompetente Leitung.  Fahrzeuge: Recht leise Landrover Defender, offen, mit oder ohne Dach, 3 Sitzbänke, finde ich besser als Einzelsitze wenn man viele Fotosachen dabei hat. Hier ist  Richards River Camp.
Insgesamt: Mindestens genau so gut wie Mahali Mzuri, doch ganz anders,  eben näher dran, was nicht für jeden Safari-Einsteiger das Richtige ist.

17. März 2014 : Weiterflug nach Lamu:  Kizingoni, Entspannung am Strand
Unser Flug geht mit Stop im Norden der Mara nach Nairobi, es kommt eine Gruppe dazu. Wir haben 2 Stunden Aufenthalt am Wilson , dann gehts weiter um 15 Uhr sind wir in Lamu,  und  wer rechts sitzt hat einen guten Blick auf Lamustadt. Beim Aussteigen ist es sehr heiss,  das Gepäck hat man schnell und dann geht es zum Bootsanleger mit dem Abholer vom Hotel . Alle am Flughafen kennen und begrüssen uns sehr freundlich, Welcome back. Auch die Katzen kommen angelaufen, für die Flughafenkatzen hab ich immer etwas Trockenfutter griffbereit.  Das fressen sie gierig. Die Bootsfahrt mit dem Motorboot, die ist angenehm kühl, vorbei an der Stadt und durch den Mangrovenkanal. Der Bootsman lacht und ist guter Dinge. Schön wieder hier zu sein. Ich finde Lamu erschliesst sich einem erst beim zweiten oder dritten Besuch wirklich. Kizingoni auf Lamu
Bei der Ankunft begrüsst uns das ganze Personal des Hauses in dem wir heute sein werden. Es liegt auf einem großen Strand-Grundstück was sich von der Spitze der Insel fast 1 km  in den Kanal erstreckt. Die ganze Anlage steht auf Sandboden wie überall in Lamu, dazwischen Palmen und Akazien und viele üppige Blütenpflanzen. Das Meer sieht verlockend aus,  trotz Ebbe kann man hier baden. Nachdem wir unser  Haus besichtigt haben, unser Schlafzimmer ist das im 2. Stock, weil da ist es am kühlsten, hüpfen wir ins Meer.  Das Haus ist sehr komfortabel, es gibt viele schöne Sitzecken und einen Pool.   Am Strand gibt es die schönen Swingbetten und im Garten sind viel Vögel, Bienenfresser, Mausvögel, Kolibris.  Es gefällt uns hier gut  und die Windrichtung hier wäre perfekt zum Surfen und Kiten. Als es dämmert werden überall Petroleumlampen aufgestellt, was eine schöne Stimmung schafft.  Zum Abendessen hat man für uns Langusten vorbereitet, die wirklich köstlich sind.  Dazu Salate, Kokosreis, einen Obstsalat als  Dessert. Ich bekomme meine Langusten ohne Knoblauch,  trotzdem gut gewürzt.  Auf der Dachterrasse lassen wir den Tag im Schein des Vollmond ausklingen Im  Schlafzimmer hat man das Moskitonetz heruntergelassen, Moskitokiller in der Steckdose  und noch  überall rauchige Moskitocoils aufgestellt, die sind mir zuviel, und ich entferne die Stinkedinger: Hier hat keine Mücke überlebt.  Als wir dann im Bett liegen ist es schon sehr warm, ich wünsche mir die kühle Nachtluft in der Mara zurück, wo man sich unter die Decke kuscheln kann.

18. März 2014: Heute morgen sind wir bei Sonnenaufgang wach, die schwüle, feuchte Luft daran muss man sich erst wieder gewöhnKizingolodge,  Insel Lamu Scharlachspinteen. Ich will in den Pool, doch er ist  viel zu warm! Also gehen wir doch beide über den sandigen Weg direkt ins Meer, das ist auch viel schöner.  Nach dem erfrischenden Bad sind wir bereit für Frühstück,  das wird am Pool serviert. Es gibt herrliche Früchte, Marmeladen, wilden Honig, Eier nach Wunsch, ich lasse mir Pancakes machen.  Von hier aus sieht man das Festland, man kann auch eine Safari machen zum Lake Kenyatta und es gibt ein Boot für Ausflüge, man muss nur das Diesel bezahlen. Nach dem Frühstück gehen wir die Kizingo Lodge besuchen, die an das Grundstück angrenzt. Ein neuer Hund begrüsst uns, der bekommt auch gleich eine Kaustange von mir.  Die Besitzer Luis und Maryjo sind leider nicht da, sagt uns das Personal. Wir schauen uns die Bandas an, die noch etwas schöner sind als beim letzten Mal.  Überall in den Bäumen sehe ich Sparlachspinte, eine wunderschöne rote  Bienenfresserart.  Auch im Shop werde ich fündig, Mary Jo hat immer gute Sachen zu fairen Preisen. Auf dem Weg zurück begleitet uns der Hund. Danach sehen wir uns noch die ganzen Häuser von  Kizingoni an,  bei den vielen Treppen in der Hitze ist das schweisstreibend, aber wir sind ja noch bei der Arbeit! Die Häuser sind sehr schön, alle haben einen Pool,  viel Platz, ganz toll für Familien . Es gibt auch ein paar Bandas, von denen uns die 2 auf Stelzen am besten gefallen, da hat man immer den Wind vom Meer. 

Fazit Kizingoni: Das ist ein schöner Platz, das Meer ist hier ruhig, toll auch mit kleinen Kindern zum Baden. Die Häuser sind sehr gross, da sollte man schon mindestens mit 6 Personen reingehen. Sehr gute Ausstattung, alle haben Pool und das Personal ist gut geschult und der Koch war super. Alles sehr gepflegt und sauber. Hier gibt es nichts auszusetzen.  Zu zweit ist man in den Bandas gut aufgehoben, auch hier hat man Vollpension und gute Betreuung.  Auch Kizingo ist nach wie vor ein guter Tipp!

18. bis 21. März:  Shella auf Lamu, Peponi Hotel:Lamu Peponihotel Kenia
Später fährt uns der Bootsmann zurück nach Shella, hier werden für sehr freundlich begrüsst, jeder kennt uns. Wir haben noch 4 Tage im Peponi, um uns auszuruhen, zum Teil jedenfalls. Wir haben ein luftiges Zimmer oben mit  guter Brise. Hier kann man abschalten, gut essen, schwimmen gehen und mal durchs Dorf laufen oder sich die kleinen Läden ansehen. Wir füttern täglich das Strandrudel der Katzen, die kommen schon angelaufen wenn sie uns sehen. Unmöglich sie zu enttäuschen und kein Futter mitzubringen. Doch leider, ein paar der Katzen fehlen,  die Regenzeit ist hart für die Tiere, aber ich hoffe sie haben nur ihr Revier verlegt. Unsere Freundin Angelika zeigt uns das Palmhouse, das ist etwas umgebaut worden, hier gibt es eine neue Terrasse mit Schwingbetten. Auch im Palmhouse lässt es sich gut aushalten. Es werden wieder Schildkrötenbabys ins Meer begleitet am Turtle Beach auf Manda.  Die entspannte Stimmung im Dorf, es gibt ja auch keine Autos hier, verleitet zum Faulenzen und das ist gut so. Wir lieben diesen Ort und kommen immer wieder gerne her.  Hier gibt es keine Belästigungen wenn man am Strand spazieren geht, und wer eine Bootstour machen will, geht einfach in die Bar vom Peponi, da finden sich die Kapitäne der Dhows. Ansehen sollte man sich die authentische Altstadt von Lamu, mit dem Fort, dem Swahilimuseum und der alten deutschen Post aus dem Jahr  1885. Auch der Markt ist sehenswert, die viele engen Gassen mit den Eseln. Die Altstadtvon Lamu  ist im Gegensatz zu Stone Town in  Sansibar überhaupt nicht touristisc, dafür sind hier zuwenig Touristen .

22. März 2014: Rückreise
Heute nachmittag fliegen wir von Lamu zurück nach Nairobi, unsere Agentur holt uns ab, bringt unsere Einkäufe mit, wir machen einen Zwischenstopp in der Osteria und dann fliegen wir am Abend nach Hause. Wir hatten eine wunderschöne und spannende Safari in Kenia.

Zu Teil 1  des Reiseberichts aus Kenia hier.
 

Copyright African Queen Safaris by Sylvia Rütten
 

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