safari-logo

Safari - Safari

Reiseberichte aus Afrika

folgen Sie uns auf Instagram
folgen Sie uns auf Facebook

Kenia     Tansania     Sambia    Botswana   Uganda/Ruanda   Lamu        Costa Rica    Madagaskar      Impressum      Datenschutz          Home      Zurück  

Reisebericht aus dem Mahale Mountains Nationalpark mit Katavi und Ruaha Teil 2

6. 2. 2015:  Schimpansen Trekking,  Kungwe Beach Lodge: 6 Stunden auf der Spur der Schimpansen im Wunderland von Mahale
Heute morgen wache ich auf zum Balz-Ruf der Kingfischer, es ist noch kühl und ich fühle mich leicht und unbeschwert.  Es lebt sich angenehm im Regenwald von Mahale. Ich weiß noch nicht, was mir heute bevorsteht!  Der Schimpanse gleich neben meinem Zelt, hab ich das heute Nacht erlebt oder nur geträumt? Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit scheinen hier zu verschwimmen.  Ich gehe zum Frühstück, auch Ulli ist schon da und voller Tatendrang. Er hat keine Schimpansen gehört heute Nacht, sondern tief und fest geschlafen.  Das Frühstück ist lecker, Obst, Müsli, Saft, Eier und Toast, alles was man will und der Kellner ist nett und unkompliziert. Ich erzähle von meinem nächtlichen Besuch des Schimpansen, aber Des meint das wäre unmöglich, denn Schimpansen bleiben immer auf dem Baum in ihrem Nest.  Nun, ich bleibe bei meiner Meinung. Ich gehe ins Zelt, Zähne putzen  und Mahale Schimpanse Tansaniasuche meine Sachen für die Wanderung zusammen und als ich rauskomme läuft direkt an der Veranda eine Schimpansenmutter mit Kind vorbei. Ich reibe mir die Augen, träume ich schon wieder ?  Die Schimpansen sind kleiner als ich sie mir vorgestellt habe, da sie sich auf allen Vieren fortbewegen und sind deshalb auch sehr schnell unterwegs.  Bevor ich meine Kamera finde, ist sie im Gebüsch verschwunden, doch Ulli hat direkt neben der Palme gestanden und eifrig geknipst, er grinst , das fängt ja gut an. Weibliche Schimpansen sind, wenn sie ohne die Schimpansen-Männer unterwegs sind eher scheu und machen sich davon. Jetzt bin ich ganz sicher, das war wohl die Schimpansenfrau von heute Nacht. Unser Guide Rama kommt auch und er meint es sei zwecklos der  Schimpansenfrau zu folgen, wir gehen also los und warten auf Nachricht von den Scouts, die schon im Wald unterwegs sind und die Gruppe suchen. Mit uns  kommt  auch ein junger Ranger, so machen wir uns auf den Weg in den dichten Regenwald. Schon bald klettern wir steile Berghänge hinauf und wieder hinunter, es wird warm. Ich bereue die langen Hosen angezogen zu haben, die sind viel zu warm und unbequem, außerdem gibt es keine Pflanzen, an denen man sich wegtun kann, die Ameisen sieht man auch besser wenn man sie am Bein hat statt unter der Hose. Wir rasten zwischendurch und warten auf Nachricht, Rama und der Ranger legen sich dann auf den Boden, an manchen Stellen gibt es einfache Sitzbänke, oft aber nicht. Ich schaue mir die Pflanzen an, es gibt eine unglaubliche Artenvielfalt, auch viele Schmetterlinge auf sonnigen Flecken. Dann heißt es wieder los gehen, die Schimpansen sind ganz in der Nähe, ich höre aber keine Pant-Hoots.  Manchmal gehen wir mitten durch den Busch, Rama haut mit der Machete einen Weg frei, aber nmahale kungwe ur 150 cm hoch, was für ihn selbst reicht. Wir kriechen hinterher.  Manchmal müssen wir auch durch einen Bach, über Steine und durch Schlamm, man muss aufpassen, wohin man tritt.  Gegen Mittag sind wir erschöpft, auch von der Hitze. Rama fragt, ob wir zum Essen in die Lodge wollen und dann noch mal los ? Wir sind uns einig, das wir uns mit vollem Bauch nicht durch den Regenwald schleppen wollen, deshalb geht Rama nur Nachschub an Wasser holen. Wir ruhen uns kurz aus und nach einer weiteren Stunde sind wir den Schimpansen wieder ganz nah, aber doch zu spät oder zu langsam gewesen.  Aber wir treffen auf eine andere Primatenspezies, die zwei Franzosen aus Katavi und noch 4 andere Leute mit den Guides von Greystoke.  Auch sie sind erschöpft und berichten die Schimpansen nur kurz erspäht zu haben,  bevor sie im dichten Unterholz verschwunden waren. Wir wollen eigentlich zurück,  wir sind fix und fertig, die feuchte Hitze ist ungewohnt,  aber Rama macht uns Mut und sagt wir sollten es weiter versuchen und könnten im Flussbett entlang laufen. Die Scouts hätten die Schimpansen am Fluss weiter oben gesehen.  Im Flussbett entlang laufen hört sich erst mal gut an, ist aber sehr anstrengend weil man auf dicken Kieselsteinen laufen muss, die können glitschig sein und man bekommt Äste von den Bäumen ins Gesicht. Aus 10 Minuten wird eine Stunde.  OK, wir sind wieder zu langsam gewesen und auch Ulli kann nicht mehr, wir geben auf für heute. Rama ist sehr enttäuscht, er wollte uns unbedingt die Schimpansen zeigen. Aber das hier ist Wildnis und kein Zoo. Wir gehen zurück ins Camp, packen  verabschieden uns von allen, Rama bekommt ein gutes Trinkgeld, er hat sich wirklich alle Mühe gegeben und uns immer wieder vorangetrieben. 

Greystoke Mahale:  Im Märchenland
Wir lassen uns abholen vom Greystoke-Boot,  eine kurze Bootsfahrt bringt uns in die übernächste Bucht. Schon bei der Anfahrt kommt mir alles wie im Märchenland vor, so unwirklich erscheint die Lodge mit ihrem zipfeligem Dach, was die  Form mahale-greystoke-tansaniader Bergkämme aufnimmt und sich, wie die Bandas in den Regenwald einfügt, so als ob es Elfen und Zauberer erbaut hätten, um dort zu wohnen.   Ich würde mich nicht wundern käme jetzt Aslan, der sprechende Löwe, um uns zu begrüssen.  Nun wir werden nicht von Aslan, aber von einem sehr netten jungen Manager-Paar aus Südafrika namens Kate und Cameron begrüsst.  Und dann ist da noch Big Bird, der zahme Haus-Pelikan,  der sich wie ein Hund benimmt. Wir lassen uns in unsere Bandas führen, die finde ich einfach grandios, alles ist offen und aus alten Booten gebaut, das Openair-bad könnte aus einem Tarzan-film stammen. Sogar die Kleiderbügel sind Handarbeit aus altem Draht. Einzig der Kerosingeruch, der in der Luft hängt und von dem Heißwasserbereiter kommt, stört etwas, aber das merkt man bald nicht mehr. Das Bett ist riesig und hat ein dichtes Moskitonetz, man kann wenn gewünscht, noch einen dicken Vorhang vor den Eingang ziehen. Da die Bandas von hinten offen sind, würde ich das eher nicht machen:  Wenn ein Leopard hinten reinkommt kann er so besser vorne wieder rauslaufen.  Kate erzählt uns, dass ein Leopard manchmal nachts mit ihren Schuhen spielte,  die vor dem Zelt lagen. Irgendwie ist hier alles zauberhaft. Wir gehen zum High Tee, mit frisch gebackenem Kuchen und Tee, da wir das Mittagessen haben ausfallen lassen, können wir richtig zuschlagen. Im Wald hört man die kleinen Affen überall, doch wenn man sich nähert sind sie schnell verschwunden, auch der Kuchen interessiert sie nicht. Wir ruhen uns aus und Big Bird folgt mir bis ins Banda, er findet die rosa Yoga matte sehr interessant. Überhaupt ist nichts vor seinem Schnabel sicher, alles will eMahale Greystoker damit anfassen. Er läuft immer hinter jemand her und will Aufmerksamkeit. Das ist eine gute Gelegenheit sich so einen Pelikan mal genau anzusehen, die Füsse mit den Schwimmhäuten sind gigantisch, der Schnabel der in allen Pastellfarben schimmert und sich so unerwartet  weich anfühlt. Aufpassen muss man nur auf die Spitze, die ist sehr scharf, damit werden die Fische aufgespießt. Der Schnabel selbst ist nicht scharf und da hat der Vogel auch wenig Kraft. Unsere beiden Franzosen mit Simon, dem Superguide sind auch da und 3 recht nette Amerikaner. Beim Kontakt mit  Big Bird fängt sogar der sonst immer grimmige Franzmann an zu lächeln. Der Pelikan muss gefüttert werden, da er nur in flachem Wasser und in der Gruppe erfolgreich jagen kann. Er wurde als Jungtier hier angespült und aufgepäppelt. Es gibt eine Bar auf der Spitze der Bucht und da macht man den Sundowner, mit Sushi vom Fisch aus dem See und Getränken nach Wunsch, hier ist alles inklusive. Wir bekommen ein sehr gutes Dinner und die Stimmung ist sehr gut, alle sind optimistisch, dass wir morgen die Schimpansen finden werden. Zwei der Amerikaner sind aus Ecuador, sie haben ein Hotel auf Galapagos gemanagt und gute Geschichten zu erzählen. Ulli installiert noch seine Kamerafalle, wir sind gespannt wer hier so rumläuft in der Nacht: Einhörner, Zentauren und Faune oder einfach Buschschweine? Ich freue mich auf mein Bett im Regenwald, die Busch-Dusche wird auch noch ausprobiert, da kommen dann aber ein paar Mücken, deshalb gehe ich schnell unters Moskitonetz und bald schlafe ich tief und fest in Tarzans Bett zur Musik des Regenwaldes.

7. 2. 2015: Greystoke: Die mit dem Pelikan tanzt und die Nacht gehört den Faunen- ein Mittsommernachtstraum in Afrika
Was ein Gefühl das ist hier aufzuwachen ! Unbeschreiblich ist der Blick aus dem Bett auf den See und rundgreystoke das Banda im Regenwald von Mahaleum der Regenwald, die Rufe der kleinen Meerkatzen, das Zwitschern der Vögel,  das Summen des Waldes.  Ich entscheide mich heute für Shorts. Jane Goodall hatte auch immer kurze Hosen an und wenn mich eine Schwarze Mamba beißen will, dann macht sie das auch durch lange Hosen. Nach einem kräftigen Frühstück warten wir auf die Nachrichten von den Scouts, doch die Guides kommen und sagen uns, dass es noch keine Spur von den Schimpansen gibt. Man schlägt uns einen Bootstrip vor und dank Funkgeräten werden die Guides dann alle Neuigkeiten von den Scouts erfahren. Die anderen Gäste wollen leider Fischen, das ist jetzt nicht mein Ding, doch da das andere Boot kaputt ist, fahren wir mit. lch, in der Hoffnung das wir auch mal draußen im See schwimmen können und Ulli würde gerne zu den Flusspferden, die in einem glasklaren Pool zuhause sein sollen. Doch sind die Amis und Franzosen mal wieder sehr dominant  und total aufs Fischen fixiert. Leider wird mir auch noch schlecht wenn das Boot nicht fährt und schaukelt, da kann ich mich nur flach hinlegen und die Sonne genießen. Die Männer fangen jede Menge schöner, bunter Fische, doch statt sie fachgerecht zu töten, lassen sie die Fische auf Deck zappeln und ersticken und machen dumme Bilder von sich und dem Fisch im Todeskampf, sehr lustig.  Ich kann das gar nicht sehen, auch Fische fühlen Schmerz, da bin ich sicher. Der Franzmann ärgert Big Bird mit einem schönen, großen Fisch den er ihm hinhält und wieder wegzieht. Doch der Pelikan ist blitzschnell, hackt ihm in die Hand und der Franzmann blutet. Ja, das finde ich jetzt mal ganz witzig. Gut gemacht Big Bird !  Ich verlange, das wir mal ein Stück  weiter schippern, weil  der See recht unruhig ist, mein Magen rebelliert schon wieder. In der näGreystoke,  wilde Schimpansen in Mahalechsten Bucht sehen die Guides, die  heißen übrigens Mwiga und Butati, schwarze Schatten in einem der Bäume am Strand; es sind fünf wilde Schimpansen, die im Baum Früchte fressen. Wir knipsen und fahren näher ran. Plötzlich ruft der Superguide Simon: Pels!  Ich weiß sofort was er meint- das ist der Kurzname für  Pel´s Fishing Owl,  der Afrikanischen Fischeule (Scotopelia Peli). Es ist die größte Eulenart, die ist sehr, sehr selten und sehr scheu. Deshalb fliegt sie auch gleich davon und es gibt kein Bild von ihr.  Das war schon besser als Fische zu quälen. Wir fahren zurück, leider wurde es nichts mit Schwimmen im See, aber ich erinnere mich: Jane Goodall traf dabei mal auf eine Wasser-Kobra, es ist vielleicht besser so.  Der Hunger ruft uns zurück ins Camp, es gibt ein feines kaltes Büffet  mit Salaten und wir warten wieder. Da kommen die Mwiga und Butati, sie machen erst traurige Gesichter, als wären keine Schimpansen da, doch dann grinsen die beiden und sagen die Gruppe wäre in der Nähe der Forschungsstation.  Wieder aufs Boot, man bringt uns in die Nähe an den Strand und dann laufen wir eine Stunde mitten durchs Gehölz,   bergauf und bergab, es ist nass und oft kriechen wir unter Büschen durch. Alle anderen schwitzen in ihren High-Tech-Funktionshosen und engen Hemden, die pitschnass sind. Ich bin froh das ich nur Leinen-Shorts und eine weite Baumwolltunika anhabe, das ist angenehm und trocken. Ich krieche durchs Schlingpflanzen- Unterholz, an Schlangen denke ich schon lange nicht mehr, ich will zu den Chimps.  Dann plötzlich sind wir mitten drin, einer der Schimpansenmänner läuft direkt an mir vorbei, ohne mich zu beachten. Die Schimpansen sind fast lautlos unterwegs, nur ein leises Rascheln der Blätter oder ein sanftes Grunzen ( Pant-grunt)  bei Interaktionen verraten ihre Anwesenheit.Mahale Schimpansensafari Ein tolles Gefühl so nah an den Tieren, ich habe Gänsehaut. Zuerst sind wir im dunklen Wald,  hier kann ich kaum Bilder machen doch so kann ich die 10 Schimpansen besser beobachten. Butati erklärt das wir Primus, das Alphatier  und Christina, die offensichtlich schwanger ist, sehen. Die beiden Schimpansen lausen sich ausgiebig. Ein anderes Weibchen ist in Hitze, sie hat ein rosig geschwollenes Hinterteil,  das sie stolz präsentiert. Die Brunstschwellung hält 10 Tage an und tritt in der Mitte zwischen 2 Monatsblutungen auf.  Fast unbemerkt  findet eine kurze Kopulation hinten im Gebüsch statt, die dauert bei Schimpansen ungefähr 10 Sekunden. Die Schimpansen-kinder stören gerne dabei, vielleicht gehen die beiden deshalb ins Gebüsch.  Die Schimpansen lassen sich von uns nicht stören und lausen sich weiter. Die Schimpansenmänner sitzen meist da und scheinen über etwas nachzudenken, sie sehen besorgt aus. Sicher beschäftigen Sie irgendwelche Rangordnungsdinge. Sie haben so gar nichts von der Unbekümmertheit der Raubkatzen und sind sehr menschlich. Ganz anders als Löwen schauen sie uns auch nicht in die Augen, sondern gucken eher weg. Wir tragen alle OP-Masken zum Schutz der Tiere vor Ansteckung und müssen uns aufteilen, weil wir mehr als 6 Personen sind. Doch da gibt es eine zweite Schimpansen- Gruppe und wir gehen hin, diese Schimpansen sitzen an einer hellen Stelle im lichten Wald. Die Schimpansen sind alle verwandt und teilen sich tagsüber in lockeren Gruppen auf, jetzt wo die Nahrung lange gesucht werden muss.  Die Zeit bei den Schimpansen ist schnell vorbei, obwohl es länger als 1 Stunde war. Wir sind alle glücklich und laufen zurück. Die Französin mit ihren schicken Schuhen ohne Profil rutscht auf den Steinen im Fluss aus und fällt hin, die Arme ist ganz nass. Ihr Mann bekommt das nicht mit, er läuft voraus. Die Guides helfen ihr auf, nichts passiert. Ich laufe lieber durchs Wasser. Manchmal kommt eine Tsetsefliege angeflogen und setzt sich auf den Rücken, da muss man fest drauf hauen, bevor sie sticht. Ulli, der vor mir läuft  bekommt so ein paar Klatscher ab, doch besser als ein Stich. Das Gift der Tsetsefliege verursacht heftige Entzündungen wenn es der Körper noch nicht kennt. Ich habe schon  2 solcher Souvenirs vom Katavi, die ich mit Jodsalbe behandle. Nach einer Weile bilden sich Antikörper und das Gift wird bekämpft.  Zurück in Greystoke im Banda ist die Dusche eine Wohltat,  dann gehe ich barfuß zum Strandhaus, wo es Kaffee, Tee und Kuchen gibt und auch Big Bird ist da. Der zahme Pelikan fordert mich zum Spaß machen auf, es entwickelt sich ein Tanz mit dem Pelikan. Butatu und Mwiga erzählen uns tolle Geschichten von den Schimpansen. Ich berichte  Mwiga von meiner nächtlichen Schimpansenerfahrung bei Vollmond und er sagt ja, es wäre schon vorgekommen das sie die Schimpansen morgens in einem anderen Nest gefunden haben, als sie sie abends verlassen hätten und auch das sie im Mondlicht vom Baum kommen, um zu fressen. Also doch ich habe nicht geträumt von Schimpansen im Mondlicht. Später lese ich bei Jane Goodall das sie das auch beobachten konnte in Gombe.  Big Bird wird gefüttert mit dem Fisch vom Morgen. Er sucht immer die Nähe der Menschen, auch um Streicheleinheiten anzufordern, dabei kann es auch mal vorkommen das er mit seinem Schnabel an einem rum knabbert. Er liebt es am Hals gestreichelt zu werden, in Ulli hat er ein gutes Opfer gefunden. Die Sonne geht schnell unter, in Begleitung des Sundowners und netter Unterhaltung, dann gibt es ein vorzügliches Abendmahl mit  Kürbis-suppe, Lamm-Tajine, Gemüse,  gebackenem Fisch, der heißt Yellow-Belly  und zum Dessert eine Schokocreme.  Das meiste was hier auf den Tisch kommt  wird eingeflogen, die Einheimischen essen nur Fisch und Ugali. Deshalb hat man im Dorf  Leute angelernt und ihnen Samen gegeben, damit sie Gemüse, Salat und Kräuter anbauen, um die Lodge damit zu versorgen.  Später gehen wir alle in unsere märchenhaften Bandas und in die Betten, auch Honeymooner würden sich hier sicher wohlfühlen. Ein bisschen schade, wenn man ganz allein hier im romantischen Greystoke ist.... Vielleicht besucht mich einer der Zentauren oder Faune, die hier im Wald  wohnen.  Ich fühle mich wie im Mittsommernachtstraum.  Hier geht  es nach Greystoke in Mahale

greystoke die Zauberlodge im Märchenland Mahale

8. 2. 2015: Greystoke Mahale: Schwimmen mit Krokodilen und ein Schimpansen- Krimi am Abend

Ich wache auf  und denke ich bin am Meer, so laut klatschen die Wellen an den Strand und ein kräftiger Wind pfeift durchs kleine Tal. Der Tanganjika-See kann recht hohe Wellen aufbauen, auch die Einheimischen fürchten das mit ihren flachen Booten.  Ich gehe ein bissmahale greystoke tansania chen umher auf den Waldwegen, überall höre ich die spitzen Schreie der kleinen Affen,  ein paar scheue Diademmeerkatzen  verschwinden  im Gebüsch. Um 8 Uhr gehe ich zum Frühstück, dann fängt es leider zu regnen an. Unser letzter Tag in Mahle, wie schade. Ich erkundige mich bei den Guides nach der besten Zeit um die Schimpansen gut zu Sehen, das ist von Juni bis Mitte Januar, denn dann sind die Früchte überall reif und Nahrung ist reichlich da, man hört die Pant Hoots der Schimpansen den ganzen Tag.  Aber die Nebensaison oder Regenzeit ist  auch nicht so schlecht, man muss eben etwas länger laufen,  bis man die Schimpansen sieht.  Ab Mitte Dezember fängt der Regen an.  Das berühmte Termitenangeln der Schimpansen kann man sehen wenn die Termiten ausschwärmen, das ist irgendwann von Oktober bis Dezember. Leider regnet es heute den ganzen Nachmittag, keine Chancen die Schimpansen zu finden,  die sitzen irgendwo und geben keinen Laut von sich. Es ist recht kühl wenn man ruhig da sitzt,  Bewegung ist besser, das machen laut Jane auch die Schimpansen um sich aufzuwärmen. Sie springen umher, trommeln auf die Bäume und schwingen Äste. Doch leider ist nichts zu hören von ihnen. Wir bekommen ein gutes Mittagessen und noch mehr Geschichten von den Schimpansen. Butati und Mwiga wissen unglaublich viel vom Verhalten der Tiere, die sie täglich beobachten. Sie zeigen uns auf dem Handy ein Video, wo ein Schimpansenmann den Ranger mit einer Liane an einen Baum wickelt, nicht ohne vorher jedem der Gäste einen Klatscher zu verpassen.  Simon und Cameron unterhalten uns mit kleinen Spielchen wie einem Entfesselungsspiel mit 2 Seilen. Kajak fahremahale greystoke tansanian kann man auch, was einige nutzen. Ich gehe noch mal in den Wald und kann ein paar Diadem-Meerkatzen zu sehen, die mit ihren orangeroten Schwänzen gut auszumachen sind im Grün des Waldes, genau wie die Roten Kolobusaffen. Ich frage mich, warum die kleinen Affen sich so exponieren, einen Vorteil muss es haben.  Zwei  Warzenschweindamen kommen aus dem Wald und legen sich vor  Ullis Banda. Es sind die letzten ihrer Art hier im dichten Regenwald, der eigentlich nicht ihr Lebensraum ist, die anderen haben sich die Leoparden geholt. Die beiden Warzenschweine suchen  den Schutz in der Nähe der Menschen und sind gar nicht scheu.   Als es am Nachmittag aufhört zu regen und die Sonne durchkommt wird es warm.  Simon und Big Bird gehen schwimmen im See, alles ist friedlich.  Ich beschließe meine Krokodil-Phobie zu überwinden und es ihnen gleichzutun. Schwimmen mit Delfinen  hat jeder schon gemacht, aber mit Krokodilen? Einmal im Tanganjika-See schwimmen, dass muss sein. Der See ist übrigens sehr sauber, auch das Trinkwasser kommt aus dem See, es wird noch gefiltert.  Ich bin trotzdem nicht lange im Wasser und versuche auch nicht zu planschen, man sieht nicht wirklich, ob da ein Krokodil  angeschwommen kommt. Ich bin trotzdem stolz im See gewesen zu sein, und Cameron grinst zurück, als ich grinsend aus dem Wasser komme.  Vielleicht sollte ich therapeutisches Schwimmen mit Krokodilen anbieten. Mein Freund Ulli hat derweil die Warzenschweindamen in  allen Lagen abgelichtet. Big Bird ist schon auf seinem leopardensicheren Schlafplatz auf der Spitze des Daches vom Greystoke Strandhaus, er mag das Wetter heute nicht. Greystoke Mahale  Big Bird
Am heutigen Abend hat man 2 Studentinnen der japanischen Forschungsgruppe eingeladen, ich bin gespannt, was die erzählen. Doch die enttäuschen mich, den sie sprechen sehr wenig englisch und sind auch recht scheu und reden kaum.  Wie sie da sitzen, so zart und klein sie erinnern mich irgendwie an die Meerkatzen im Wald.  Aber dann kommen Butati und Mwiga hinzu und es wird richtig unterhaltsam, sie geben zuerst diverse Pant-Hoots zu Besten, die sind bei jedem Tier anders, so können die Schimpansen erkennen wer da ruft.  Dann erzählen sie uns einen Schimpansen-Krimi, wie er besser nicht sein könnte. Dabei geht es um die gemeinschaftliche Ermordung des vorigen Alpha-Männchens der Schimpansen, die beide mit einigen Gästen erlebt hatten. Dieses Männchen war extrem unbeliebt und bösartig und die Ermordung zog sich über einige Stunden hin.  Wir sitzen bei Kerzenschein und auch die Forscherinnen  hören den Guides fasziniert zu, das ist besser als ein Tatort. Mir wird klar, wie menschenähnlich die Schimpansen in ihrem gesamten Sozialverhalten sind  und wie kompliziert das ist. Am Ende gibt es nochmal ein paar Schimpansenrufe zu hören,  Mwiga und Butati können das wirklich gut. Beim Abendessen, die zwei dünnen Damen aus Japan  essen sehr viel- sie scheinen länger nichts Vernünftiges zu Essen bekommen haben,  frage ich  nach dem derzeitigen Forschungsthema.  Die junge Studentin analysiert die Ernährung der sechs Leoparden anhand von Kotproben. Ich hätte ich mir ein anderes Thema ausgesucht hier in Mahale und sechs Leoparden sind auch nicht gerade aussagekräftig.  Mich wundert mal wieder, wie wenig Enthusiasmus die Studenten zeigen, bei den Möglichkeiten hier in Mahale, einer der wenigen Plätze wo man wilde Schimpansen erforschen kann.  Wir haben uns im Studium oft die Nächte um die Ohren geschlagen und wir konnten nur im Zoo forschen.   Ich hätte auf Anhieb 5 tolle Projekte im Kopf, was ist zum Beispiel mit dem täglichen Nestbau, daran könnte man gut sehen wie die innere Uhr tickt bei den Schimpansen.  Es wird kühl und ich bekomme von Kate eine rote Shukka, bei Regen friert man hier schnell, das ging auch schon Jane Goodall so. Übrigens können sich die Schimpansen auch erkälten und bekommen grippeartige Krankheiten an denen sie manchmal sterben.  Den dicken Amis am Tisch macht das nichts aus, die sind froh das die Hitze weg ist.  Das ist die letzte Nacht in Mahale, ich kuschle mich unter die Decke und weiß bald wieder nicht nicht so recht ob ich träume oder wach bin, ich warte auf die Faune.


9. 2. 2015 Abschied von  Mahale und Flug nach Ruaha
Heute morgen ist es wieder wunderschön, die Sonne scheint, der See ist ruhig. Wie schade, daß wir schon abreisen. Ich will noch hier bleiben, ich will nicht weg aus dem Mahale Märchenland. Vier Tage hier sind zu wenig, da sind wir uns einig. UlliMahale, Greystoke Lodge Tansania meint auch, dass er noch mal nach Mahale kommen möchte.  Der  zahme PelikanBig Bird wird uns auch fehlen. Doch es hilft nichts,  nach dem Frühstück müssen wir packen und ich ein paar Tränen verdrücken als ich zum letzten Mal auf meiner Veranda sitze. Nach dem Regen ist alles so frisch und die Tiere sehr aktiv, überall pfeifen die Rotschwanz-Meerkatzen und die Gelben  Paviane (Papio cynocephalus) tollen im Wald umher. Alles wirkt unberührt und ursprünglich.   Heute reisen alle Gäste ab. Eine Stunde Bootsfahrt bringt uns ins Dorf und zum Airstrip, bei der Abfahrt muss Big Bird festgehalten werden, er will mit aufs Boot. Doch der zahme Pelikan wäre im Dorf in höchster Gefahr, die Einheimischen betrachten ihn als großes Huhn und er ist leicht zu fangen. Nach 15 Minuten kommt er doch angeflogen, aber die Guides Mwiga und Butati verscheuchen ihn mit einem Besen, sie lassen ihn nicht landen. Er ist hartnäckig und versucht es über 10 Mal, schwimmt auch mal neben her. Doch dann gibt er auf und fliegt enttäuscht nach Hause, besser so für dich Big Bird. Als wir ankommen landet schon eine kleine Cessna, ich ahne das die Cessna für uns und die 2 Amerikaner ist, die wollen auch in die Ruaha. Oh je da kann heiter werden,  die beiden haben jeder über 100 kg,  grob geschätzt. Die zwei Piloten gucken auch etwas unglücklich als sie uns begrüßen. Ich habe so meine Bedenken, ob das die kleine Maschine überhaupt schafft. Wir werden so verteilt, das jeder von uns neben einem der Schwergewichte sitzt, das ist schon sehr eng, die beiden  drücken uns ziemlich zusammen und meckern dann auch noch. Ich bin ab sofort ein Fan des Systems in Botswana, wo bei Flügen in den kleinen Buschflugzeugen Gäste über 100 kg  einfach 2 Sitze buchen müssen. Die Piloten sind sichtlich nervös,  mein Versuch sie mit einem spontanen Pant-Hoot aufzuheitern ist leider nicht erfolgreich, na gut dann halt Hals-  und Beinbruch. Der Start ist schon spannend, die Startbahn reicht eben so und dann quält sich die Cessna in die Luft und über den See. Wir fliegen 3 Stunden in die Ruaha, kein Genuss kann aufkommen -  das sind sicher die schwitzigsten und engsten Stunden gewesen, die ich je in einer Cessna verbracht habe.  Doch wir haben Glück, Jongomero ist der erste Stop und wir sind froh aussteigen zu können. Die Amerikaner maulen weil sie noch mal einsteigen müssen, aber jetzt haben sie ja Platz . Ich erkläre das ihr Camp, Kigelia  noch über 3 Autostunden von hier entfernt ist und wünsche guten Weiterflug, wir sehen uns ja morgen dort. Brummend steigen sie ein die beiden .

Ruaha: Jongomerocamp: Zaubergras, Begegnung mit der weißen Hexe und deRuaha Safaricamp  Jongomeron Löffelhunden
Jongomero liegt im Süden der Ruaha , so abgelegen das es einen eignen Airstrip hat. Wir haben eine kurze Fahrt ins Jongomero- Camp, in der Mittagshitze sind nicht viele Tiere unterwegs. Wir werden sehr nett von einer holländischen Managerin begrüsst, sie spricht deutsch mit uns. Jongomero liegt an einem Fluss in Alleinlage.  Die Zelte sind  luxuriös und  groß, es gibt einen Pool und unser Mittagessen wartet auf uns am Fluss,  romantisch ist der Platz  Wir bekommen sehr gutes kleines Menü und das Tusker ist auch kalt.  Im Zelt muss ich gefühlt eine Stunde duschen, es gibt gute Pflegeprodukte, flauschige Handtücher und Bademäntel, alles ist im Zelt und insektensicher.  Auf der Veranda stehen bequeme Sessel mit dicken Kissen und ein daybed, da lasse ich mich nieder. Hier kann man es aushalten, das denkt auch der Elefant, der im Fluss seinen Durst stillt. Ein Graukopfliest ruft unermüdlich nach seiner Braut,  trotz der Hitze, die immer noch anhält. Es gibt Kaffee, Eistee und Kuchen in der Lounge und wir bekommen zum ersten Mal  2 Mitfahrer für den Gamedrive. Ein älteres  britisches Ehepaar, sie hat eine lange, weiße Lockenmähne, der Mann offensichtlich nicht viel zu sagen.  Ich denke nur: witch. Die erinnert mich an die weiße Hexe, Jadis. Das geht ja märchenhaft weiter hier. Die Befürchtung bestätigt sich: Die Hexe Jadis  hat eine ganz kleine Kamera und wenn sie damit ein Bild gemacht hat, sollen wir gleich weiterfahren. Die zahlreichen Tsetsefliegen werden durch qualmenden Elefantendung vertrieben, der Eimer mit dem Wundermittel hängt an der Heckklappe und immer wenn man anhält ist deruaha-jongomero-kigeliar Qualm im Auto, die meisten Tsetsefliegen hauen ab, Hexen leider nicht. Etwas störend ist der Qualm für den anspruchsvollen Photographen, doch  besser als die Plagegeister.  Das Zaubergras ist schon recht hoch und wir sehen mehr große Tiere: Elefanten, auch ohne Stoßzähne, Giraffen im Zaubergras,  im Wasser Flusspferde, die prusten und fühlen sich wohl.  Dann zwei  Schakale und da sichten wir die seltenen Bat Eared Foxes, Otocyon Megalotis. Gleich eine ganze  Familie von vier der Löffelhunde, die eine eigene Gattung sind: Otocyon. Die  Raubtiere ernähren sich übrigens hauptsächlich von einer bestimmten Termitenart, ein paar andere Arthropoden  werden auch verspeist. Es ist die einzige hundeartige Raubtierart, die sich komplett auf Insekten umgestellt hat, diese  werden mit den großen Ohren lokalisiert und dann ausgegraben, Löffelhunde hören sogar die Fressgeräusche der Larven in der Erde.   Diese vier Löffelhunde  sitzen im Zaubergras und gucken zu uns. Die Hexe hat schon genug Löffelhunde und will weiter, doch stop wir wollen noch bleiben, wir haben ja ein ganz großes Objektiv und sind nicht auf der Flucht, sondern auf Safari. Da macht sie ein böses Gesicht,  die weiße Hexe. So geht das weiter, eine junge Giraffe steht Modell, viele Elefanten mit Babys auf Futtersuche und überall sind diese grandiosen Baobabbäume. Es gibt hier in der Ruaha ganze Alleen von Baobabs.   Der Baobab  ist mein Lieblingsbaum und weil Regenzeit ist, haben die Baobabs sogar Blätter und Blüten. Die Blüten sind nachts geöffnet und werden von Fledertieren bestäubt. Der Hexe dauert alles zu lang, aber wir lassen uns nicht drängen. Die Löffelhunde werden auch noch auf der Rückfahrt von der anderen Seite abgelichtet. Da stöhnt sie, die Hexe. Hoffentlich kocht sie keinen Zaubertrank heute Nacht. Beim Abendessen sitzen alle an einem privatem Tisch, das ist anders als in den Buschcamps. Ein paar böse Blicke treffen uns vom Hexentisch, doch gut kochen kann man hier auch und Wein gibt es soviel man will, wir haben schlauerweise die Getränke-pauschale  vorher bezahlt. Das Zelt ist mückenfrei und die Matratze sehr gemütlich und soft, was man selten antrifft. Es ist immer noch warm und die Elefanten sind rund ums Zelt zu hören, die monotonen Fressgeräusche der Elefanten wirken einschläfernd.
                                                                                                                                    zum Jongomerocamp
Hier ist Teil 1 Reisebericht Katavi und  Mahale            Teil 3 vom Kigelia Camp und Mwagusi Safaricamp. weiterlesen

Copyright:  African Queen Safaris by Sylvia Rütten

GRAUKOPFLIEST_0001

Kenia     Tansania     Sambia    Botswana   Uganda/Ruanda   Lamu        Costa Rica    Madagaskar      Impressum      Datenschutz          Home      Zurück

Unsere Reisen  sind hier  African Queen Safaris