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Reiseberichte aus Afrika

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Reisebericht der Safari ins Laikipia Hochland, Meru Nationalpark und nach Lamu im Februar 2012

Nairobi, 18.2.2012:

Unsere Reise wurde kurzfristig angesetzt, eine kleine Gruppe von nur 4 die mich begleiten wollen, macht sich am 17.2. auf den Weg. Wir starten alle in Frankfurt um den Direktflug mit der Condor zu nehmen. Wir treffen uns am Flughafen. Petra und Wolfgang, die schon einmal mit uns reisten im Dezember 2010 ( Abenteuernordkenia)  warten am Checkin auf mich, es erfolgt eine freudig-aufgeregte Begrüßung auf Wildhundart!  Die beiden anderen, Hans und Eva aus München, machen uns beim Anstellen auf dem Weg in den Flieger aus, als wir unsere neuen Ferngläser testen (ein Fernglas ist ganz wichtig!!).
Gut: Wir sind uns alle auf Anhieb symphatisch und auch diese Beiden sind gespannt, es ist ihre erste Ostafrika-Reise.  Wir sitzen in der Premium ecomony, das macht sich gut, besonders Nachts und der Flug geht recht schnell vorbei.  Wir sind eine Stunde zu früh in Nairobi, auch durch den Zoll ging es schnell . Als wir draußen sind mit dem Gepäck suche ich unseren Abholer, aber es ist noch keiner da kurz nach 7 Uhr, wir sollten ja erst um 8 Uhr ankommen. Ich versuche zu telefonieren, aber nichts geht. Das Telefonnetz in Nairobi ist marode und ständig überlastet. Ich lasse die Nummer prüfen beim Touristenbüro, aber die ist richtig, es ist die Leitung.  Gut dann warten wir, kurz vor 8 kommt dann eine junge Dame, Lucy und entschuldigt sich, dass wir warten mussten. Sie bringt uns zum Wagen vom Ngong House, verstaut das Gepäck  und los gehts, durchs morgendliche, graue  Nairobi. Es ist Samstag, nicht zu viel Verkehr und wir kommen ganz gut voran. Im Vorort  Karen, wo das Hotel ist, wird es schön grün und ruhiger.  Am Weg steht ein Schild, das man beim KWS  anrufNairobi Ngonghouseen soll, wenn die Löwin Lengai, die gerade hier umherzieht, wieder  irgendwo gesehen wird.  So ist das in Karen, man ist eben schon im Busch. Dann stehen wir vor einem grossen Tor, es geht auf und die Askaris begrüssen uns, mit der Hand an der Mütze. Zuerst sieht man nur Bäume und dann kommt man zum Hauseingang, das Hotel hat, wie die meisten meiner Lieblingshotels,  kein Namens-Schild. Paul, der Besitzer erscheint sogleich mit Personal, man reicht uns feuchte  Waschlappen, bringt uns in den grossen Garten.  Hier in der Sonne ist es schon warm und er will uns unbedingt ein 2. Frühstück machen lassen. Petra, Eva und Ich nehmen Cafe und Obst, die Männer lassen sich Spiegeleier und Speck bringen, alles nach Wunsch. Paul frühstückt mit uns. Die Vögel toben in den Büschen und die Haushunde lassen sich von uns streicheln. Paul fragt nach unseren Plänen für den Tag,  hier ist der Fahrservice inklusive.  Wir Mädels wollen etwas schlafen und dann nach dem Mittagessen aufbrechen, Hans und Wolfgang finden sich damit ab. Nachmittags stehen Giraffencenter, Kitengela und Sheldricks auf dem Programm. Aber erstmal müssen wie die Zimmer in Besitz  nehmen, hier gibt es die schönsten Baumhäuser die ich kenne.  Alle sind vom Zimmer im Baumhaus restlos begeistert und bleiben erstmal drin. Zum Mittagessen treffen wir uns wieder, 3 ausgeruhte Mädels, die Männer waren schon mit der Kamera unterwegs, haben das Gelände erkundet. Beim leichten Mittagessen beschnuppern wir uns weiter, alle lieben Italien und das gute Essen, da haben wir gleich ein Gespächsthema. Hans, Wolfgang und Petra sind leidenschaftliche Raucher und frönen dem ausgiebig, an der frischen Luft stört das ja nicht. Dann gehts los, zunächst zum Giraffe Center, das ist nicht weit, dahin kann man zu Fuss, was wir gerne machen und wir bekommen einen Guide, was gut ist, er führt uns über Feldwege, eine halbe Stunde bergauf-bergab zum Ziel. Nun, das Giraffecenter ist ein Streichelzoo für Giraffen, alle Vier sind begeisert, vor allem Petra der Giraffenfan, mein Enthusiasmus hält sich in Grenzen,  ich kenneElefantenwaisenhaus Nairobi das aus dem Opelzoo. Die Giraffen bekommen Futter und man kann Kontakt aufnehmen.  Für Kinder die nur noch am PC sitzen, ist das sicher eine gute physikalische Erfahrung.  Dann fahren wir weiter auf die andere Seite von Karen, zu Kitengela Glas, da wo eher Einheimische wohnen, kleine Siedlungen und Dukas,  hier fängt schon das Masailand an.  Viehweiden und holprige Feldwege, der Weg zieht sich, ist aber interessant.  Plötzlich  Skulpturen und künstlerische Installationen am Weg:  Tiere und Fabelwesen aus Metall, Schrott und Glas. Da ist dann der Workshop, ein Gebäude mit einer Kuppel wie aus einem Film von George Lukas.. Eigentlich hatte ich ein bischen schlechtes Gewissen;  ich  wollte hierher um meine bestellte Lampe  zu sehen und wenn nötig,  noch ändern zu lassen.  Aber der Workshop ist schon recht  sehenswert und meine Mitreisenden sind auch ganz angetan von K-Glas wie Hans es abkürzt.  Es gibt alles Erdenkliche aus recyceltem Glas bei Kitengela, was in der Fabrikhalle mundgeblasen wird. Hier ist es heiss wie in der Hölle, aber die Arbeiter sind guter  Laune,  wie alle der ca. 40 Mitarbeiter, die eifrig umherwuseln. Eine Super-Geschäftsidee, fast alle guten Lodges in Kenia bestellen hier Teile fürs Bad, Gläser, Lampen, oder auch Fenster, Waschtische, sogar Möbel. Jeder bekommt auf Wunsch das eigene Design, alles zu annehmbarem Preis. Diese Lampe ist noch etwas zu gross, (die können sich nicht vorstellen, das wir reiche Europäer soo kleine Häuser haben)  was ich ändern lasse, dann kann verpackt werden und zum letzten Hotel der Reise, Serena Beach, geschickt werden. Wir müssen uns  auf den Weg machen, zu Sheldricks . Der Besuchstermin ist um 17 Uhr, dann kommen die kleinen Elefanten aus dem Busch zurück in den Stall. Die Fahrt zurück soll ca. 40 Minuten dauern, wir sind etwas früher da,  es warten schon jede Menge Leute, weil Samstag ist.   Wie immer ist der beste Moment, wenn alle Elefanten im Gänsemarsch herein gestürmt kommen und  zu den gefüllten Milchflaschen eilen. Die besten Bilder davon machten Hans und Wolfgang, danke! Dann gibt es  jede Menge  Hautkontakt mit den kleinen Rüsseltieren. Ein Mädchen in schmutzigen, weissen Reithosen ist besonders eifrig und muss jedes der über 30  Elefantenkinder durchkneten... Ein vor kurzen eingesammeltes  Elefantenbaby ist recht aggressiv und jagt den Pfleger auf den Zaun.  Kein Wunder bei den schlechten Erfahrungen die er gemacht hat, wie bei den meisten wurde seine Mutter ein Opfer der Wilderei, die wieder stark zugenommen hat, dank der Kaufkraft der Chinesen.  Wir machen uns auf den Heimweg ins Ngonghouse und geniessen den Ausblick vom Zimmer bevor wir uns zum Sundowner auf der Terrasse treffen und dann zum Abendessen. Auch unser Veggie, Petra bekommt ein richtiges Essen, nicht nur Beilagen. Wir haben 3 Gänge,  guten Wein und sind zufrieden. Da der Flieger früh geht ist bald Schlafenszeit, ich klettere die Holztreppe hoch und ganz oben in ein traumhaftes Bett mit weichen Kissen, Kuschel-Decke und Moskitonetz.  Ich schlafe wundervoll, tief und fest und wache bei Morgengrauen zum Gesang der Vögel auf.
19.2.2012:  Nach Laikipia, zu den Caniden..
Ich geniesse den Morgen mit Blick auf die Ngong Berge, die aussehen wie die Knöchel einer Hand , (daher der Name Ngong ).
Der Weckdienst kommt mit heissem Tee und begrüsst mich.  Beim Frühstück sind lauter ausgeschlafene, gut gelaunte Gesichter zu sehen, wir stärken und und beobachten, wie sich die Mausvögel in den ersten Sonnenstrahlen wärmen, auch Kolibris und Webervögel sind unterwegs und die putzigen Baum - Klippschliefer. Alle sind sich einig, dies ist der beste Start für eine Safari!  Lucy fährt uns an den Wilson Flughafen, wir brauchen nicht lang, es ist Sonntag, kaum Verkehr.  Eine Strandtasche lassen wir da, dann warten wir.  Eva braucht noch einen SafarihutMount Kenia Nanyuki, den bekommen wir hier auch.  Ich liebe die Geschäftigkeit  am Wilson,  da kommen Erwartung und Vorfreude auf. Wir fliegen um 9:20 mit Air Kenya nach Nanyuki, eine ruhiger Flug, kurz nach 10 sind wir in Nanyuki. Auf mein Geheiss begeben sich  Petra und Eva mit mir in den Shop, das ist einer der bestsortierten Safari-Läden die ich kenne.  Ich erstehe einen schönen Gürtel als Trost für meinen daheim gebliebenen Mann und eine Bodylotion, Petra hat eine Kette entdeckt, die Männer beobachten uns grinsend. Ich zahle mit Kreditkarte, dann fahren wir los mit unseren Guides von Sosian die schon warten. Im Geländewagen fahren wir weiter hinein in den Busch, zuerst auf Teer- dann auf Naturstrasse.  Wetter und Stimmung sind bestens. Wir passieren den Äquator, nach gut 2 Stunden sind wir auf der Ranch. Die Manager Annabell und Steve (Typ der grosse, weisse Jäger ) warten schon auf uns, auch Buster, der ehemalige Strandhund aus Lamu ist noch hier.  Wir bekommen schöne Zimmer und dann am Pool im Schatten das Mittagessen als Buffet. Nach unseren Wünschen für den Nachmittag werden wir auch gefragt: Safari  zu Fuss, zu Pferd oder mit dem Auto? Nun,  wir wollen die Wildhunde sehen, dann sagt Steve, fahren wir besser erstmal mit dem Auto. Kleine Ruhepause, ich geh mal in den Pool, das Wasser ist frisch.  Um 4:30 Uhr gibt es noch Cafe, Tee und Kuchen, dann fahren wir los, auch Buster darf mit, die Praktikantin Izzy  aus Australien und einer der Guides. Steve fährt selbst und redet nicht viel, aber wenn er was sagt, ist es wichtig. So magsosian lodge  Kenia ich das, kein unnötiges Geplapper auf der Pirschfahrt. Er hat die Peilantenne dabei und nach kurzer Zeit haben wir das Signal der Alphahündin, wir nähern uns dem Rudel, das hört man weil das Signal  in immer kürzeren Abständen kommt. Ich werde aufgeregt, sollte es uns diesmal gelingen?  An einem kleinen Tal halten wir an, Steve ist sicher das sie dort sind und fragt ob wir nun zu Fuss ins Tal hinein gehen wollen? Da sind alle gleich dabei,  wir klettern munter den Berg hinab, Steve hat das Gewehr dabei (nicht wegen der Hunde, sondern wegen der  Büffel oder Elefanten oder auch Wilderern.  Wir sind aufgeregt, auch Buster, der meist brav bei Fuss geht und uns den Weg weist, er riecht die Wildhunde.  Wir stoppen immer mal,  und schauen mit dem Fernglas in die Richtung in die Buster sieht, er hat die Wildhunde schon in der Nase.  Wir gehen wieder ein Stück den Kamm hinauf, rundum ist dichtes Gebüsch. Steve geht ganz langsam, wir sind lautlos. Als Buster  vorpreschen will, bekommt er mit einem Stöckchen Eins aufs Hinterteil und ist sofort wieder da. So einfach ist Hundeerziehung: Schnell und lautlos.  Dann hören wir ein heiseres, merkwürdiges Bellen direkt links und rechts vor uns. Dieses Bellen kenne ich noch von meiner Studienzeit aus dem Zoo. Was für ein Privileg: Von zwei Wildhunden, diesen wunderbaren, seltenen Geschöpfen  im  afrikanischen Busch verbellt zu werden. Das ist eine Warnung, bis hierher und nicht weiter, die Alten wollen uns nicht näher lassen, denn sie haben Jungtiere.  Das hat uns Steve erzählt, es sind 14 Adulte und 6 Welpen von 5 Monaten. Bei den Afrikanischen Wildhunden bleiben die Rüden im Rudel und spielen Babysitter, die Weibchen verlassen das Rudel früh und suchen sich einen Lebenspartner, weil sie es für Sie in der Familie kaum Möglichkeiten gibt sich fortzupflanzen, die Alphafähe duldet das selten.   Die beiden Alten sind weg, zu Ihrem Rudel, da sehen wir sie unten auf der Lichtung alle zusammen und die Welpen fangen an zu spielen. Bis sie im Busch verschwinden dauert es 20 Minuten, wir beobachten mit dem Fernglas, dann machen wir uns auf den Rückweg. Wir bleiben in dem Tal und gehen  zum Fluss, wo uns der Guide mit dem Auto abholt. Als wir hinkommen, macht sich gerade eine Gestreifte Hyäne aus dem Staub. Eva und Hans sind auf Ihrer ersten Safari: Afrikanische Wildhunde und die Gestreifte Hyäne auf der 1. Pirschfahrt, nicht schlecht, aber es kommt noch besser. Wir haben unseren Sundowner hier, ein schöner Platz. Ganz unspektakulär geht die Sonne unter, schnell ist es dunkel,  und wir sind auf Nachtpirschfahrt.  Da sehen wir eine Ginsterkatze (nachtaktive Schleichkatze) die im Gebüsch verschwindet, und dann die nächste Sensation: Zwei Erdwölfe  (Proteles Cristatus) auf dem Weg! Diese kleinste Hyänenart wird nur ca 10 kg und 40 bis 50 cm gross. Sie Tiere ernähren sich fast ausschliesslich von den Nasen-Erntetermiten, die nachts in grosser Zahl aus dem Bau kommen um Gras zu ernten, die Arbeiter werden von Soldaten bewacht, die aus ihren grossen Nasen ein stinkendes Sekret auf Feinde spritzen. Die Erdwölfe stört das wenig, die lecken mit ihrer langen klebrigen Zunge die Termiten einfach auf. So fressen Sie in 3 Stunden ca 40.000  Exemplare dieser Spezies auf.  Meist trift man Erdwölfe allein an, die Tiere sind monogam und territorial. Was haben wir für ein Glück gleich Zwei  zu sehen. Das war, obwohl wir recht wenig anderes Wild gesehen haben; ein paar Grevys, Impalas  und Dik-Diks, ein sehr erfolgreicher erster Safaritag mit vielen Raubtieren: Auch Schakale und Löffelhunde liefen uns noch über den nächtlichen Heimweg....  Am Abend gibt es etwas Regen, wie schön am warmen Kamin zu sitzen und das Abendessen zu geniessen. Steve fragt ( mit einem Zwinkern im Auge) was wir morgen sehen möchten: Wollen wir nach Katzen schauen oder wieder zu den Wildhunden? Evi meint: Ach, zu  ja Löwen, aber ich muss eingreifen. Jetzt wo wir wissen, wo die Wildhunde sind, sollten wir versuchen sie nochmal zu sehen, möglichst nah. Löwen gibt es sicher noch genug..  und ausserdem weiss man nie was man bekommt auf Pirschfahrt. Wir verabreden für halb sieben Uhr zum kleinen Frühstück. Lala salama- gute Nacht . Mehr zu Sosian in Laikipia.Sosian in Kenias Hochland

20.2.2012: Laikipia: Mit den Wildhunden auf Sosian und ein geruhsamer Ausritt

Es geht früh los,  6:30 Uhr, wir nehmen  ein kleines Frühstück, dann fahren wir los mit Steve, Buster und den GuidWildhunde trackinges Peter und Ambros. Es ist noch kühl, die warmen Jacken sind gut. Den gleichen Weg den wir gestern nahmen, zurück zu den Wildhunden, und es geht ganz schnell, schon läuft uns der erste Wildhund über den Weg und an der Seite der Strasse sind die anderen zu sehen, sie sind schon auf der Jagd. Praktischerweise nutzen Tiere oft die von Menschen geschaffenen Wege und wir sehen Wildhunde zu beiden Seiten des Wegs.  Ich wundere  mich,  das alle so dunkel sind hier im Gegensatz zu den Tieren in der Selous, die mehr weisse und braune Flecken haben.  Das Rudel jagt Dik-Diks und hat sich aufgeteilt,  so  machen sie mehr Beute, den 1 Dik Dik reicht nicht für 20 Wildhunde. Wir hören im Gebüsch aufgeregtes Gezwitscher von den Jungtieren, das ist der Begrüssungslaut, und dann sehen wir sie fressen, hinter den Büschen. Das geht ganz schnell, Wildhunde sind Weltmeister im Schnellfressen. Im Zoo habe ich gesehen wie 6 Hunde eine Ziege in 3 Minuten verspeist hatten. Es gibt keine  Kämpfe um Futter wie bei den Löwen und die Jungtiere dürfen zuerst fressen, so  bekommen alle ungefähr gleich viel.  Da kommt ein Wildhund und hat ein Bein vom Dik Dik im Maul das er wegträgt, der kennt die Regeln wohl noch nicht. Wir folgen vorsichtig, manchmal springt ein jagender Hund direkt vor dem Auto über die Strasse.  Lycaon pictus, (bunter Wolf) der lateinische Name beschreibt sehr schön ihre bunte Zeichnung. Am Ende haben sich die beiden Trupps aus den Augen verloren, dann hören wir den tiefen Wuuh Ruf, den sie benutzen um wieder zueinander zu finden im dichten Busch. Steve guckt  derweil mit dem Fernglas umher und meint die Hunde hätten jetzt genug gefressen und ausserdem hätte er da drüben was gesehen... Wir sollten weiterfahren.  Wir passieren eine Giraffe, und dann zeigt er uns weit weg etwas das sollen Löwen sein. Aber wir erkennen gar nichts, er fährt näher ran. An einem kleinen Bergkamm, sehen wir jetzt auch einen Löwenmann, der zweite ist im Gebüsch.Vorsichtig fahren wir näher ran, Steve meint die wären nicht von hier, sondern von Borana ( eine Ranch in der Nähe) und deshalb eher scheu. Wir kommen in gute Schussweite für die Kamera, das ist ein Prachtkerl, mit dunkler Mähne, die Nase noch nicht ganz schwarz, er ist ungefähr 6 Jahre alt. Der Zweite, der sicher sein Bruder ist, hat sich versteckt.  Was ein Glück wir haben,  jetzt hat Evi auch schon Ihre Löwen, sie grinst zufrieden.
Dann fährt uns Steve zu einem Aussichtspunkt, dafür müssen alle auf einen ziemlgruppenreise-kenia-safariich steilen Felsen klettern, Evi und Hans macht das als echten Bayern gar nichts aus, ich hab so meine Probleme da ich Höhenangst habe und mir vor dem Abstieg jetzt schon graut... Petra  und Wolfgang schlagen sich tapfer bergauf, wir geniessen die Ruhe und den  grandiosen Ausblick von oben in alle Richtungen. Afrika hat eine für Europäer unbekannte Weite und Stille, die kann man hier spüren. Beim Abstieg nimmt  Hans netterweise meine Kamera, und ich schaffe es irgendwie runter, teilweise auf dem Po,  dann ich bekomme noch ich  Kopfschmerzen und Übelkeit. Was ist los: Die Höhe,  zuviel Sonne oder dehydriert ? Im Hochland ist die Gefahr gegeben schnell zu dehydrieren, man muss immer viel trinken und die Sonne ist stark, obwohl es kühl ist. Wir kommen an einen schönen Platz im Busch wo für uns ein Brunch gerichtet hat, aber ich kann gar nix sehen, mir ist schlecht, ich lege mich ins Auto in den Schatten, alle sind besorgt und versorgen mich mit reichlich Cola und Wasser. Auf dem Rückweg beschliesse ich ins Bett zugehen und zu ruhen und Evi gibt mir ein Elektrolythpulver.

Am Nachmittag war ein Ausritt geplant mit Petra und mir; da Wolfgang als 2 Meter- Mann das Gewichtslimit für die zierlichen Pferdchen überschreitet, darf er hier nicht reiten. Ich hoffe das es mir besser geht und ich sie begleiten kann. Nach dem Schlaf und den  verordneten Getränken sitze ich auf der Veranda  und überlege: Soll ich ausreiten ?  Ich ziehe meine Reithose an und schon fühle ich mich besser, manche Sachen wirken Wunder. Außerdem wird der Ausritt sicher nicht so anstrengend wie eine Wanderung, denk ich mir so. Wir treffen uns zu Kaffe und Kuchen, ich kann schon wieder essen und Petra strahlt, als sie mich in der Reithose sieht. Die anderen Drei fahren mit dem Auto los, wir gehen zum Stall und bekommen unsere  Pferdchen zugeteilt sowie Reithelme. Annabell und Romero begleiten uns, mein Pferd heisst Alleycat und Annabell meint: She is very nice. Ein sturer Esel will auch mit, er läuft hinterher und macht die Pferde verrückt, das fängt gut an, von wegen: Geruhsamer Ausritt. Annabell verscheucht ihn und dann gehts los,  nach ein paar Minuten meint Annabell, wir sollten etwas traben.. Nun das Gelände ist nicht sehr steinig hier, auch die tiefen Löcher vom Erdferkel sind relativ überschaubar.. Ich sage OK.   Mein Pferdchen lässt sich das nicht zweimal sagen und los gehts. Hoppla: so schnell wollte ich nicht gleich traben, Alleycat will immer vorne sein,  und irgendwie bin ich nicht so fit wie sonst, sie macht was sie will. Annabell meint  nach einer Weile meine Steigbügel wären zu lang, wir ändern das und machen eine Schrittpause, begucken die Landschaft .  Wild ist nicht viel unterwegs, wir kommen auf eine weite Ebene mit viel Gras, da ist Annbell nicht zuhalten und los gehts, Alleycat prescht munter los, ich versuche mich durchzusetzen, was mir nicht ganz gelingt und mir wird ziemlich warm. Wir reiten bis zum Wasserloch, wo sonst viel Wild ist, aber nur Spuren sind da heute und dann  weiter über die Hochebene. Die Luft ist berauschend hier und man fühlt sich frei und unbeschwert. Auch wenn mein Pferd seinen Kopf hat, so genieße ich den Ausritt, auch Petra grinst mich an. Auf dem Rückweg, Alleycat und ich; wir  reiten öfter mal voraus in die falsche Richtung, und dann ruft Annabell uns zurück,   Sylvia, come this way.. Da sehen wir 2 Elefanten im Busch stehen und wir machen  uns lieber davon Richtung Sosian, (durch die Wilderei sind die Elefanten leicht gereizt) im schnellen Trab, das Pferdchen will auch mal galoppieren...  Kurz vor der Dämmerung kommen wir an, steigen vor den Bungalows ab und der Stallbursche bringt die Pferde zurück. ( das ist  Luxus...).  Jetzt erstmal ausgiebig duschen, wir waren über 2 Stunden unterwegs. Beim Sundowner und Abendessen sind alle wieder vereint, die anderen haben Leoparden gesucht, wir bekommen Weltklasse-Beefsteak vom Grill,  und Petra ein Veggie Gericht, dann gibts noch Panna Cotta.  Wir sind bald müde; und glücklich und zufrieden mit dem Tag schlafen alle ein. So schön das wir die Wildhunde nochmal sahen, ich werde von ihnen träumen.kenia wildhunde im Hochland

21. Februar 2012:  Wilderer, ein wilder Hengst und die Weiterreise nach Meru
Meine 4 Freunde gehen ganz früh auf Pirschfahrt, sie wollen zum Damm,  ich verabschiede alle beim kleinen Frühstück und wünsche ihnen das sie viel sehen werden. Da es mir noch nicht so gut geht, leg ich mich noch ein bischen ins Bett, aber dann lockt mich der Vogelgesang heraus. Ich schaue mir die Ranch an, gehe zur Koppel, da steht mein Pferd ganz alleine, die anderen sind draussen im Busch. Ich frage Romero, den Stallburschen, warum Alleycat hier bleiben muss, da lacht er und sagt weil er der Hengst ist.. Überraschung ! Ja ich hätte auch mal nachsehen können.   Mein Weg führt  mich ins Verwaltungsbüro da stürmen 3 Hunde auf mich zu, die gehören Jake, den Chefranger und Verwaltungschef. Er erzählt mir, dass gestern beim Sonnenuntergang eine Elefantenkuh erschossen wurde, und die Wilderer leider entkommen konnten, zumindest konnten Sie die Stosszähne nicht mitnehmen. Er hat sie mit seinen Leuten noch in der Dunkelheit verfolgt, konnte sie aber nicht stellen. Ich staune wie mutig die Leute hier sind, den die Wilderer sind heutzutage gut ausgerüstet mit modernen Gewehren, und Wilderei hat stark zugenommen, besonders durch die Kaufkraft aus China.Vor allem Elefanten und Nashörner sind sehr begehrt, und werden sogar in bewachten Gebieten erschossen. Ich gehe noch in den kleinen Laden hier und beim Bezahlen stelle ich fest das eine Kreditkarte weg ist. Die hab ich sicher in Nanyuki liegenlassen, ich rufe später Zuhause an und lasse die Karte sperren. Ich ziehe kurze Hosen an, den wir fliegen jetzt nach Meru, da ist es heiss. Beim Frühstück sind alle wieder da, auf der Hochebene war es kalt heute morgen, aber die Landschaft wunderschön und sie haben auch Flusspferde am Damm gesehen, viele Giraffen, Zebras, Antilopen, Raubvögel. Der Leopard war mal wieder gut getarnt in seinem Versteck. Abchied von deairstrip-caravan-auf Safarim netten Team, die Guides bringen uns zum Airstrip. Ich telefoniere mit Zuhause, die Verbindung ist gut hier am Airstrip. Wir haben einen Privatcharter, eine Twin Otter, meine Lieblingsmaschine, mit 15 Sitzen, da haben wir genug Platz und keinem wird schlecht. Um 11 Uhr fliegen wir ab 1,5 Stunden und es ist ein schöner Flug am Mount Kenia vorbei in den Norden.  Die Landschaft wird trockener, unter uns taucht ein kleiner Krater auf, da würde ich gerne mal spazierengehen.  Bald sind wir da, es weht ein trockener, heisser Wind, wir freuen uns das es jetzt warm ist. Unser Guide, Stanley holt uns ab und wir fahren los, die erste Pirschfahrt hier im Meru Nationalpark, sogleich sehen wir Elefanten, Wasserböcke, Grosse Kudus, Zebras, Giraffen..
 Ankunft im Offbeat Meru Camp: Nette Begrüßung durch Piers, den Besitzer des Camps  und Harriet, der jungen Managerin. Im schattigen Messtent am Fluss werden wir eingewiesen, leider spricht Sie sehr schnell, nicht jeder versteht, und ich übersetze. (die Riesensonnenbrille nimmt Harriet auch im Schatten nicht ab, aber vielleicht hat Sie was an den Augen. ) Piers muss gleich los, ein einsames Elefantenbaby mit lahmen Bein retten und wir bekommen Mittagessen: Fish und Chips, alles ziemlich lange in der Pfanne gewesen..  Ich halte mich an den Salat.  Leider kam hier nicht an, das Petra Vegetarier ist, also muss sie auch Salat essen, aber man gelobt heute Abend etwas ganz Spezielles für Petra zu kochen.  Nach dem sehr authentischen britischen Lunch bekommen wir unsere Zelte zugeteilt, die liegen weit auseinander und teilweise bekommen die Vier Bedenken wie das Nachts wird, alle waren noch nie im Zelt im Busch. Die Zelte sind gut ausgestattet mit Bett, Schrank und Waschraum mit Safaridusche, da ist es allerdings leider sehr dunkel, die Lampe ist viel zu schwach und es fegamedrive in Laikipia Keniahlt ein Fenster, ich öffne kurzerhand die hintere Plane, auch wenn dann allerhand Krabbeltiere rein können. Es ist halt echtes Safari Feeling, das Camp ist nicht eingezäunt und direkt am Fluss, es sind immer Tiere rundum. Wir treffen uns am Pool  und lesen oder ruhen ein bischen in der Mittagshitze. Meerkatzen sind in den Bäumen unten am Flüsschen. Beim obligatorischen Nachmittagstee beschliessen wir heute nicht ins Rhino Sanctuary zu fahren sondern an den grossen Fluss.  Wir sind wieder mit Stanley unterwegs und sehen viele Elefanten, nicht scheu und ganz nah. Eine grosse Herde Oryx und schöne Kleine Kudus, die zu den im Wald lebenden Buschböcken gehören und recht scheu sind. Die Zebras sind hier rot -schwarz wegen der Erde. Stanley zeigt uns auch die Vögel, das yellow necked spurfowl, der Gelbkehlige Frankolin aus der Fasanenfamilie, der hier überall rumläuft hat es ihm besonders angetan und wird alle 5 Minuten von ihm gesichtet. Den Sundower serviert er uns an einem schönen Platz. Der Flieger von Sheldrick ist schon da und lädt das Elefantenbaby ein, aber wir wollen nicht zusehen, es sind schon zuviele Leute da. Wir fahren zurück . Im Zelt ist es sehr dunkel, vor allem im Bad sieht man im Spiegel gar nichts,  die LEDs sind zu schwach, wir Mädels finden das nicht gut, man kann sich nicht schminken oder kämmen,  auch die Männer reklamieren: Sie können sich nicht rasieren. Ich erkläre das Camp deshalb zur 3 Tage-Bart -Zone: Da wäre Hans-Peter aber froh. Auch Wolfgang und Hans grinsen. Zum Abendessen gibts Hühnchen,  zum Nachtisch Pancakes, das ist so eine englische Tradition am Fastnachtdienstag. Petra strahlt und verdrückt einige Pancakes mit Zucker und Limone wie man uns es vormacht.  Die anderen 4 Gäste sind auch Engländer, sie reisen morgen ab. Man geht früh zu Bett. Im Zelt stelle ich fest: Das Moskitonetz stinkt, wurde mit zuviel Insektengift eingesprüht, wahrscheinlich als Ausgleich für die Löcher die es leider hat. Ich lege mich ins andere Bett und lasse da das Netz runter, das stinkt nicht.  Die Frösche am Fluss quaken und ab und zu hört man eine einsame Hyäne .. Ich denk nochmal an die Wildhunde....

und zum Video der Wilddogs
Und weiter mit dem Reisebericht geht es hier:

 

Auf safari wildhunde in Kenia

Hochland von Kenia: Afrikanische Wildhunde auf Sosian , zu Fuss angepirscht
zur Wildhund-Safari

Copyright African Queen safaris by Sylvia Rütten
 

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