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Reiseberichte aus Afrika

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Reisebericht unserer Gäste aus Costa Rica, August 2015- unsere Safari in Costa Rica

Unsere Anreise über Houston war unproblematisch, wenn auch durch die Prozeduren bei der US-Einwanderungsbehörde, Zoll, diversen Sicherheitschecks etc. in den USA ein wenig nervig. Ganz anders der Empfang in San Jose. Alle waren sehr freundlich, und wir wurden auch direkt von 2 Mitarbeiterinnen  in Empfang genommen. Sie übergaben uns die Gutscheine für Hotels, Transfers, Touren etc. und führten ein kurzes briefing durch, auf dem Weg in unsere erste Unterkunft.
Das Hotel Doubletree Hilton lag nahe am Flughafen, was uns nach der langen Reise auch sehr gefreut hat. Trotzdem war es schön gelegen und ausgestattet, gar nicht so ein typisches Flughafenhotel.  cr-ara3
Trockenwald und Vulkane in Guanacaste:
Am nächsten Morgen ging es dann auch schon direkt weiter, sehr pünktlich und ganz komfortabel mit einem Privattransfer nach Rio Perdido in Nordwesten, in der Provinz Guanacaste. Das Hotel Rio Perdido ist ganz einsam direkt an einem Canyon gelegen, mit toller Aussicht. Es gibt drei Swimming-Pools mit unterschiedlich temperiertem Wasser, die direkt aus heissen Vulkanquellen gespeist werden. Zimmer und Service waren prima, ebenso die Qualität des Essens. Wir haben eine geführte Wanderung durch den Trockenwald gemacht, und haben das erste Mal ganz viel über die Flora und Fauna erfahren. Schon direkt am Hotel gab es verschiedene Vögel, bunte Schmetterlinge und auch einige Brüllaffen zu sehen. Die Höhepunkte waren aber sicherlich die Tubing-Tour durch den Canyon und die Zip-Lining-Tour. Beides war echt aufregend und hat ganz viel Spaß gemacht, v.a. durch die tollen Guides, die uns begleitet haben und die keinen Spaß ausgelassen haben. Zwischen diesen Touren war immer genug Zeit zum Entspannen an einem der Pools, mit Besuch von ziemlich großen und recht neugierigen Leguanen.

Nach 2 Übernachtungen wurden wir abgeholt und sind weitergefahren in die Hacienda Guachipelin, direkt am Nationalpark Rincon de la Vieja. Die Lage der Hacienda ist für Ausflüge in den Nationalpark ideal. Sie ist allerdings deutlich größer als Rio Perdido und v.a. die dort angebotenen Touren sind auch für Reisegruppen offen, die nicht in der Hacienda wohnen. Wir hatten aber Glück und hatten eine geführte Wanderung durch den Nationalpark ganz für uns allein, bei der wir jede Menge heiße blubbernde Quellen, heiße Schlammlöcher, Fumarolen usw. sehen konnten. Sehr spannend, wenn man sich vorstellt, wie dünn die Erdkruste unter einem in diesem Bereich ist. Der Vulkan selbst ist derzeit wegen hoher Aktivität für Aufstiege gesperrt. Wir sind außerdem noch auf eigene Faust zu einem kleinen, aber sehr schön gelegenen Wasserfall gewandert, zu dem sich außer uns kaum einer der anderen Gäste hin verirrt hat. Das Restaurant war dem Ansturm der Reisegruppen nicht wirklich gewachsen, da brauchte man durchaus vicosta-rica-reiseberichte_0004el Geduld (und unser typisch deutsches Tempo habe ich da bestimmt nicht als Maßstab angelegt). Aber gelohnt hat sich der Abstecher dorthin auf jeden Fall.
Halbinsel Osa- Regenwald im Nationalpark Corcovado:
Nach 2 Übernachtungen ging es dann sehr früh morgens weiter nach Liberia und dort mit einer  einmotorigen Propellermaschine über San Jose nach Palmar Sur im Südwesten. Das Umsteigen in San Jose war absolut unproblematisch, und auch dort kam - für uns ganz überraschend - ein Mitarbeiter von Costa Rica SunTours zur Hilfe. Die Flüge mit den kleinen Maschinen waren ganz toll und haben uns eine sehr lange Autofahrt erspart. Von Palmar Sur gab es einen kurzen Autotransfer nach Sierpe am gleichnamigen Fluss. Wir mussten dort kurz auf eine 5-köpfige amerikanische Familie warten, dann wurde unser Gepäck bei strahlendem Sonnenschein wasserdicht verpackt (wie wichtig das war,  sollte sich bald zeigen!), und los ging es auf einem kleinen Boot mit Außenbordmotor in Begleitung eines Guides von unserem Hotel Casa Corcovado entlang des Rio Sierpe. Schon dabei konnten wir einige Tiere (Kapuzineraffen, Krokodile, diverse Vögel) beobachten. Ein Highlight war aber definitiv die Fahrt durch den größten Mangrovenwald Mittelamerikas. Danach war man nach ca. 1 Stunde Fahrt auf einmal mitten im Pazifik. Und da war uns dann auch ganz schnell klar, warum das Reisegepäck wasserfest eingepackt worden war. Binnen Minuten war der Himmel grau, und es begann ein heftiges Tropengewitter mit auch ziemlich starkem Wind. Das Boot war ja offen, es gab nur eine schmale Plane als Dach, das Wasser kam also von allen Seiten und die Wellen waren beeindruckend. Zu unserem Schutz erhielten wir Regenponchos. So ausgerüstet und mit ganz viel guter Laune, die der Bootsführer und der Guide auf uns alle übertrugen, haben wir die nächste Stunde Fahrt überstanden. Das war ein echtes Erlebnis, und das sog. wet-landing, über das wir schon vor Abfahrt informiert wurden, hat uns dann auch nicht noch mehr nass gemacht. Die Hotelmitarbeiter vor Ort halfen am Strand tatkräftig beim Aussteigen und Ausladen, was aufgrund der hohen Wellen auch wirklich nötig war.  Danaccosta-rica-reiseberichte_0003h ging es auf einem von einem Traktor gezogenen Anhänger ca. 10min steil bergauf zur eigentlichen Unterkunft. Die Casa Corcovado ist mitten im Primärregenwald gelegen und grenzt direkt an den Corcovado-Nationalpark. Man kann nur mit dem Boot dorthin kommen, es gibt keine Anreisemöglichkeit mit dem Auto oder dem Flugzeug. Auch die gesamte Versorgung der Lodge (Getränke, Nahrung, Hygieneartikel,…) erfolgt mit dem Boot. Entsprechend ist die Lage wunderschön, jeder Gast hat ein eigenes Haus mit Hängematte, großzügigem Schlafraum, großem Bad. Luxus wie Klimaanlage, überall verfügbarem WLAN etc. sucht man vergebens, alles ist sehr auf sparsamen Umgang mit den Ressourcen ausgelegt. Aber dafür ist man auch mitten im Regenwald! Schon direkt in der Lodge konnte man viele Vögel beobachten, Nasenbären, Brüllaffen, Faultiere. Die Aussicht auf den Sonnenuntergang von der kleinen Bar war einfach unbeschreiblich schön. Zwei Ausflüge waren inklusive. Zuerst eine geführte Wanderung in den Nationalpark. Unser Guide Jacob war super, hatte Adleraugen, und konnte uns ganz viel zeigen und erklären. Wir haben viele verschiedene Vögel gesehen, v.a. die großen roten Aras, Klammeraffen, Brüllaffen, Faultiere, Nasenbären, und natürlich eine unendlich üppige Pflanzenwelt. Nach der Mittagspause an der Rangerstation konnten wir uns an einem schönen Wasserfall abkühlen (in direkter Nachbarschaft zu einem ebenfalls dort badenden Krokodil), danach wurde es nochmal richtig anstrengend – das feuchte Klima und der schwere Schlammboden waren schon eine Herausforderung. Vor dem Abendessen nach kurzer Erholung machte ich dann noch allein eine 2-stündige Nachtwanderung mit Jacob. Neben vielen anderen Dingen waren v.a. die unglaublichen Mengen an sehr aktiven Blattschneiderameisen sowie der gar nicht so einfach zu findende Rotaugen-Baumfrosch die Highlights. Am nächsten Tag stand dann eine Bootstour (nur für uns) im Programm zur vorgelagerten Isla de Cano. Auf dem Weg dorthin konnten wir lange Zeit vollkommen ungestört eine Buckelwalmutter mit Ihrem Baby beobachten, die sehr entspannt im flachen Wasser vor der Insel schwammen. Danach führte uns unser Guide Fabian zu einem sehr schönen Schnorchelspot, wo wir sehr ausgiebig viele verschiedene Fische beobachten konnten, die v.a. durch die buncorcovado-costarica-osaten Farben und das klare Wasser sehr beeindruckend waren. Und tatsächlich haben wir auch Meeresschildkröten gesehen, und ruhig auf dem Sandboden liegend auch einen Riffhai. Die restliche Zeit in Corcovado verbrachten wir mit Spaziergängen auf den markierten Pfaden um die Lodge sowie mit Faulenzen am wunderschönen Sandstrand (aber mit recht hohen Wellen), den wir die meiste Zeit völlig für uns allein hatten. Die Verpflegung war sehr schmackhaft und das Personal ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.
Sarapiqui   Regenwald  - Ara Ambigua-Lodge
Nach 5 Übernachtungen ging es dann wieder mit Boot, Auto und Flugzeug zurück nach San Jose und dann direkt weiter mit Autotransfer nach Sarapiqui in die Ara Ambigua-Lodge. Die Lodge war eher schlicht, das Essen aber sehr gut, und der umgebende Garten war toll – dort gab es viele von den hübschen Rotaugen-Baumfröschen, den Erdbeerfröschen (die in Costa Rica wegen der blauen Beine auch Blue-Jeans-Frösche genannt werden) und noch einige andere schönen Fröschen zu sehen. Eine Mitarbeiterin des Hotels hat uns abends geführt und ganz viele Verstecke gefunden. Leider waren die beiden Tage in Sarapiqui ziemlich verregnet, aber mit entsprechender Kleidung war das schon ok. Der Höhepunkt des dortigen Aufenthaltes war der Tagesauflug in den La Selva-Regenwald, wo uns ein Mitarbeiter der dortigen internationalen Forschungsstation herumgeführt hat. Rodolfo hatte ganz offensichtlich sehr viel Spaß an seiner Arbeit, und konnte so ziemlich alles über die dortige Flora und Fauna berichten. V.a. die Zusammenhänge von bestimmten Pflanzenarten und Tieren untereinander bzw. deren Abhängigkeiten voneinander waren spannend. Betroffen gemacht hat uns dann aber auch, wie sehr man durch jahrzehntelange Beobachtungen der dort tätigen Forscher tatsächlich schon Veränderungen von Pflanzen und Tierwelt durch den Klimawandel feststellen kann.
Tortuguero an der Karibikküste
Nach 2 Übernachtungen fuhren wir zunächst mit dem Auto nach La Pavona und dann mit dem Boot weiter nach Tortuguero. Dort wohnten wir 2 Tage in der traumschön gelegenen Tortuga-Lodge, mit tollem Zimmer, Aussicht auf den Fluss und leckerer Verpflegung. Hier gehörte eine mehrstündige Bootsfahrt in den Nationalpark dazu, bei der wir den Regenwald und die darin lebende Tierwelt noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben durften. Die unterschiedlichen Vogelarten waren beeindruckend, aber auch Faultiere konnten wir am Flussrand in den Bäumen entdecken und die Stimmung und die Geräusche im Regenwald sind einfach unbeschreiblich. Am Nachmittag besuchten wir dann noch die in Tortuguero ansässige Schildkröten-Forschungsstation (wo sehr viel gute Arbeit zum Schutz der ja arg dezimierten Meeresschildkröten geleistet wird) und anschließend den Ort Tortuguero. Das wa. durch die Bgutbrod-costa-rica_0001egleitung unseres Guides Angelo sehr interessant, der in Tortuguero groß geworden ist und die ganzen Veränderungen der letzten Jahrzehnte hautnah miterlebt hat. Er begleitete uns dann auch zusammen mit einer kleinen Gruppe anderer Touristen bei einer extra gebuchten und sehr reglementierten Nachttour in den Nationalpark. Nach mehr als einstündiger ziemlich rasanter Bootsfahrt durch den stockdunklen Regenwald legten wir an und marschierten dann im Licht von nur wenigen Taschenlampen an den Karibikstrand. Dort mussten alle Taschenlampen ausgemacht werden, und wir machten uns dann im Gänsemarsch hinter Angelo, der als einziger eine rotleuchtende Taschenlampe dabei hatte, auf die Suche nach Meeresschildkröten bei der Eiablage. Durch hohe Wellen und in Finsternis war das eine ziemlich nasse Angelegenheit, aber das war alles vergessen, als wir dann tatsächlich am Strand eine ca. 150 cm große Meeresschildkröte bei der Eiablage fanden und auch ganz aus der Nähe beobachten konnten. Nachdem sie ca. 100 tischtennisballgroße Eier gelegt hatte, fing sie an, ganz mühsam das große Loch im Sand wieder zuzuschaufeln, ohne die Eier zu zerdrücken, das war schon ein einmaliges Erlebnis.
Karibik-Küste:
Nach diesen vielen Eindrücken waren wir ganz froh, dass wir das Erlebte in den letzten 5 Tagen des Urlaubs an der südlichen Karibikküste, bei Puerto Viejo, ganz in der Nähe der Grenze nach Panama, mal sacken lassen konnten. Wir wohnten sehr schön in der Kukula-Lodge, ohne Klimaanlage und Schnickschnack, aber mit freundlichem Personal, großen Zimmern, einem tollen Garten. Hier haben wir die lautesten Brüllaffen der ganzen Reise gehört, man hat sie dann tagsüber auch überall in der Umgebung in den Bäumen finden können. Sonst war die Lodge aber sehr ruhig gelegen. In einem benachbarten Supermarkt haben wir uns drei klapprige Fahrräder gemietet, mit denen wir dann ganz entspannt die umliegenden Karibikstrände erreichen konnten, wo es uns gefallen hat, wurden die Fahrräder einfach an die erstbeste Palme gelehnt, und wir haben die Handtücher ausgebreitet und das schöne Meer und die Sonne (auch mal unterbrochen von Regenschauern) genossen, eben pura vida. Abendessen gab es gegen Voranmeldung entweder in der Lodge (ganz regional-typisch gfinca-rosa-blanca In San Joseewürzt, festes Menü) oder in der näheren Umgebung in einigen sehr leckeren Restaurants. Damit die Rückreise zeitlich nicht zu anstrengend würde, hatten wir noch eine Übernachtung in San Jose bzw. dem Vorort Santa Barbara in der Finca Rosa Blanca. Sehr schöne Lage, umgeben von eigenen Kaffeeplantagen und ganz tolle Zimmer, aber wirklich viel konnten wir das dann nicht mehr Nutzen. Am nächsten Morgen traten wir dann nach einem kurzen Autotransfer zum Flughafen die Rückreise nach Deutschland an. Auch das verlief ganz reibungslos.
Das Reiseland, die gesamte Tour, die Unterkünfte, die Guides, die Organisation – alles war hervorragend! Mit dem Wetter hatten wir Glück, es war ja Regenzeit. In Guanacaste war es eher trocken, und an den anderen Reisezielen (mit Ausnahme Sarapiqui, da war es wirklich ziemlich nass), haben wir immer nur einzelne, manchmal sehr heftige Regenschauer erlebt, aber nie ganze verregnete Tage. Wir können das alles nur weiterempfehlen. Aufgrund der langen Anreise, der Zeitverschiebung von 8 Stunden und der Vielzahl an tollen Sehenswürdigkeiten macht eine Reisedauer von 3 Wochen, wie wir es ja auch gemacht haben, auf jeden Fall Sinn.

Vielen Dank  an African Queen Safaris für die tolle Beratung und die geduldige Unterstützung bei der Umsetzung unserer Reisewünsche, herzliche Grüße von Stefan Sieh mit Ellen und Moritz , Reise nach Costa Rica im August 2015

Die Reise finden Sie hier Costa rica Safari